Zahlungsbedingungen
B2B-Anbieterbedingungen für die RightSlot-Plattform
Version: 1.0
Gültig ab: 24. Juli 2026
Vertragssprache: Deutsch
Geltungsbereich: Ausschließlich Unternehmer (B2B)
14. Stripe Connect und Endkundenzahlungen
14.1 Externer Zahlungsdienstleister
Online-Zahlungen werden über Stripe beziehungsweise die jeweils für den Anbieter zuständige Stripe-Gesellschaft abgewickelt. Für die Nutzung gelten zusätzlich die zwischen dem Anbieter und Stripe vereinbarten Bedingungen.
Der Anbieter muss den von Stripe verlangten Identitäts-, Unternehmens- und Compliance-Prozess erfolgreich abschließen und während der Vertragslaufzeit aufrechterhalten.
14.2 Direct-Charges-Modell
Soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, wird für Endkundenzahlungen das Stripe-Connect-Modell der Direct Charges verwendet. Die Zahlung wird dabei dem verbundenen Stripe-Konto des Anbieters zugeordnet.
Der Anbieter ist der wirtschaftliche Leistungserbringer und Zahlungsempfänger der gebuchten Dienstleistung. Soweit technisch und nach den Stripe-Regeln vorgesehen, wird der Anbieter gegenüber dem Endkunden als Zahlungsempfänger ausgewiesen.
14.3 Keine Verwahrung von Kundengeldern
RightSlot:
- nimmt Endkundengelder nicht auf eigenen Bankkonten entgegen,
- verwahrt keine Kundengelder,
- betreibt keine E-Geld-Wallet,
- handelt nicht als Treuhänder oder Escrow-Anbieter,
- ist nicht Zahlungsempfänger der lokalen Dienstleistung.
Die konkrete regulatorische und vertragliche Zahlungsabwicklung richtet sich nach zwingendem Recht und den Stripe-Verträgen.
14.4 Technische Zahlungsbestätigung
RightSlot darf den technischen Zahlungsstatus ausschließlich anhand verifizierter serverseitiger Informationen von Stripe, insbesondere Webhooks, aktualisieren. Browser-Weiterleitungen oder clientseitige Statusanzeigen allein begründen keine verbindliche Bestätigung des Zahlungseingangs.
14.5 Rückerstattungen und Chargebacks
Der Anbieter ist für die materielle Entscheidung über Rückerstattungen gegenüber seinen Endkunden verantwortlich. RightSlot kann technische Refund-Funktionen bereitstellen oder auf dokumentierte Weisung des Anbieters technische Schritte ausführen.
Gebühren, Rückerstattungen, Rücklastschriften, Streitfälle, negative Salden und sonstige Zahlungsrisiken richten sich nach den Stripe-Bedingungen und sind grundsätzlich dem Anbieter beziehungsweise seinem Connected Account zugeordnet, soweit nicht zwingendes Recht oder eine gesonderte Vereinbarung etwas anderes bestimmt.
14.6 Zahlungen vor Ort und Rechnungen
Bei Zahlung vor Ort, Überweisung oder Rechnungsstellung dokumentiert RightSlot gegebenenfalls lediglich den vom Anbieter eingegebenen oder systemisch übermittelten Status. RightSlot übernimmt weder Inkasso noch Zahlungsgarantie.
14.7 Keine transaktionsbezogene RightSlot-Provision zum Go-Live
Zum Gültigkeitsbeginn dieser Version erhebt RightSlot im Standardmodell keine transaktionsbezogene Application Fee auf Endkundenbuchungen. Maßgeblich bleibt das bei Vertragsschluss akzeptierte Preis- und Leistungsblatt.
Eine spätere Einführung transaktionsbezogener Gebühren bedarf einer wirksamen Tarif- oder Vertragsänderung nach Abschnitt 25.